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Schrödingers Katze Drucken E-Mail
Dienstag, 17. Oktober 2006 (826 mal gelesen)
Wie das heidelberger Max-Plank-Institut für angewandte theoretische Quantenphysik am vergangenen Mittwoch mitteilte ist das seit 75 Jahren laufende und zeitweise in Vergessenheit geratene Experiment Schrödingers Katze unfreiwillig und mit einem erstaunlichen Ergebnis beendet worden.

Die ganze Welt (ausser den Aborigines, einigen Sioux-Stämmen und Albert Einstein) hatte im Jahre 1931 gespannt den Beginn des vom österreichischen Physiker Erwin Schrödinger vorgeschlagenen Gedankenexperiments verfolgt, als Nils Bohr, Werner Heisenberg und Schrödinger mit vereinten Kräften die sich heftig wehrende schwarze Katze in den mit einem radioaktiven Atom, einem Teilchendetektor und einer Giftkapsel ausgestatteten Behälter schoben, ungeachtet internationaler Proteste von Tierschützern.

Es sollte erkundet werden, ob ein makroskopisches Objekt (Katze) mit einem mikroskopischen Objekt (Atom) quantenmechanisch verschränkt werden kann. Wenn nun das radioaktive Atom zerfällt, was mit einer 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit pro Liter spontan und unvorhersehbar geschieht, erfasst der Detektor den Zerfall, löst einen Mechanismus aus, der die Giftkapsel öffnet und damit die Katze human aber definitiv zu Tode bringt. Solange der Zerfall nicht eingetreten ist befindet sich die Katze genau wie das mit ihr verschränkte Atom in einer sogenannten Superposition (Überlagerung), ihr Zustand ist, solange er unbeobachtet bleibt, mit der Umgebung also nicht wechselwirkt, unbestimmt, sie ist weder lebendig noch tot bzw. sie ist lebendig und tot zugleich.
Ein seltsamer Zustand, auch für Katzen.

Und am 12. Oktober 2006 um 16:24 Uhr nimmt dieses Experiment ein abruptes Ende, als der Hausmeister des Instituts Benno Bommel (58, aus Hamburg-Barmbek) den versiegelten Kasten öffnet um, wie er unter Tränen erklärt, "das Katzenklo zu reinigen".

In diesem Moment trat durch die Beobachtung des Hausmeisters das Quantensystem in Wechselwirkung mit seiner Umgebung, die Wellenfunktion von Teilchen und Katze brach hörbar zusammen - und der Zustand der Katze war festgelegt: sie war zwar tot aber nicht mehr schwarz sondern weiss! Und genau das gibt der Fachwelt Rätsel auf, denn die Quantenmechanik kennt zwar Farben von Quarks, macht aber keinerlei Vorhersagen zu Farben von toten Katzen! Für einen Teil der Wissenschaftler ist die Quantentheorie somit widerlegt oder zumindest unvollständig, für die anderen ist es eine grandiose Bestätigung derselben.
Keine Einigung konnte ebenfalls erzielt werden in der Frage, was passiert wäre, wenn Herr Bommel zwar den Kasten geöffnet, seine Augen aber fest verschlossen gehalten hätte: hätte auch in diesem Fall eine "Beobachtung" stattgefunden? Und was, wenn er z.B. blind gewesen wäre?
Der Einwand, niemand würde Blinde als Hausmeister einstellen, wurde aufgrund des neuen Gleichstellungsgesetzes nicht weiter diskutiert.atomar-11

katzen-39 Nun soll das Experiment unter Aufsicht eines strengen aber neutralen Kontrollgremiums aus Physikern, Musikern, Theologen, Meteorologen und Hausmeistern wiederholt werden, und zwar mit einem Lithiumatom und einem Elefanten. Eine Anfrage bei Zirkusbetreibern auf der ganzen Welt nach einem gesunden, ausgemusterten und risikofreudigen Elefanten läuft auf Hochtouren.

Dazu die technische Leiterin Paula Bose-Einstein: "Wir alle sind bloß Menschen, und Hausmeister machen nunmal Fehler. Sollte Herr Bommel jedoch in einem Anfall von Reinigungswahn den Kasten erneut öffnen, werden wir beim dritten Experiment einen ausgehungerten Löwen einsetzen!".


 

Kommentare 

  1. #1 photon
    2006-11-2802:33:28 ich war dabei, es war ein schwarz-weißes ferkel, is leider wechgelaufen!

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