Assen 2005 Drucken E-Mail
Mittwoch, 20. September 2006 (587 mal gelesen)
Diesesmal buchen wir gleich 3 Tage bei prospeed, wenn das Wetter mitspielt wird das ein Erlebnis. Es wird nicht auf dem kompletten GP-Kurs gefahren sondern auf dem unteren Teilstück (ca. 4 km). 2006 ist die Strecke umgebaut worden, weder die Strecke noch Rundenzeiten können also verglichen werden. Assen galt 2005 und heute als schnelle und anspruchsvolle Strecke.
Da ich keinen Mitfahrer gefunden hatte und mein Auto keine Anhängerkupplung hat war also wieder mal aufs Bike schwingen und die 380km nach Assen abspulen angesagt.

Das Fahrerlager ist geräumig, große Boxen, fantastische Strecke.
Jeder musste einen Transponder zur automatischen Rundenzeitnahme dranmachen, es wurden Fahrer je nach gefahrener Rundenzeit umgruppiert, das hatten wir auch noch nicht erlebt. Ausserdem haben die eine ziemlich strenge db-Kontrolle, mit offenem Auspuff konnte nicht gefahren werden. Hatte extra meinen Originaltopf mitnehmen lassen, habe ihn aber nicht gebraucht, der BOS war zum Glück nicht zu laut.

Einige Highlights gab es noch:
Als ich dachte ich wäre an meinem persönlichen Limit, zeigte mir ein Instruktor in einem Einzelturn wie weit ich von jedem Limit entfernt war: pro Runde holte er locker 12 - 14 Sekunden aus mir raus, das war der Turn meines Lebens.

im Kiesbett
im Kiesbett
Ein erster Ausflug in's Kiesbett kam dann auch (ohne Sturz), beim Anbremsen der Schikane blockierte plötzlich das Hinterrad und die Maschine kam etwas herum, vermutlich Hinterradbremse versehentlich betätigt (ich bremse sonst nur vorne), ich öffnete die Bremsen und kam nach etlichen Metern im Kiesbett in einer langen Staubfahne zum Stehen. Unangenehm, aber sonst kein Problem, die Streckenposten schoben mich raus und weiter ging es. Wichtig im Kiesbett ist vorne kaum und nur hinten zu bremsen, sonst legst du dich hin. Hinfallgefahr besteht auch noch kurz vor dem Stehenbleiben. Pro Turn gab es bestimmt zwei Ausritte an dieser Stelle.

Zwei Tage lang war ein Profi mit dem ten-Kate Honda-Team anwesend, was der abgezogen hat war einfach irre, gefahren wie ein Roboter, keine Bewegung zuviel, kurzes Zucken, Knie rausgefahren und mit brutaler Geschwindigkeit einlenken. In der schnellsten Gruppe überholte er in jeder Runde mehrere Fahrer an jeder beliebigen Stelle. Atemberaubend!

Inzwischen wurde die Strecke wieder komplett umgebaut und verkürzt, die Fahrer sind geteilter Meinung darüber, man wird sehen.

Quelle:Hier gibt's ein paar Bilder


 

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