Donnerstag, 28. September 2006 (743 mal gelesen) 4 Tage am Stück am Eurospeedway Lausitzring, mit 16 Leuten aus dem Sportbiker -Forum haben wir 2 Boxen gemietet, durch Aufteilung in nur 3 Gruppen für Jeden Fahrzeit ohne Ende ... das rockt!
Den ganzen April und Mai durch nur schlechtes Wetter, Regen und kaum Fahrpraxis nach der Winterpause. Aber es hat sich zumindest wettermäßig zum Guten gewandt: 3 Tage wunderschönes Wetter, der 4. Tag kalt und dunkel aber trocken.
Da Pauli und ich sehr spät losgefahren und erst gegen 4:00 morgens im
Bett waren, war der erste Tag für mich richtig hart, Kopfschmerzen bis
in den Hintern , kaum Konzentration möglich, am zweiten Tag lief es dann etwas besser.
Leider gab es recht viele harte Stürze, ein Freund hat sich leider schon am zweiten Tag bei einem Sturz so schwer verletzt dass er abbrechen und mit seinem Bruder zurück nach Hause musste. Ein übereifriger Fahrer wollte ihn an einer völlig ungeeigneten Stelle überholen, beim Rausbeschleunigen berührten sie sich, und so kam es zum Sturz. Dem Verursacher ist natürlich nichts passiert. Wir sind bisher immer zusammen gefahren, irgendwie wollte sich das Racinggefühl der früheren Veranstaltungen bei mir nicht mehr einstellen, ich konnte mich auch kaum steigern.
Was mir auch sehr zu schaffen machte war meine neue Dainese-Lederkombi, unverständlicherweise hatte sie keine Stretcheinlage in der Kniekehle (beim Kauf hielt ich es für nicht so wichtig). Mit angewinkelten Knien war es so eng, dass die Blutzufuhr in die Waden abgeschnürt wurde, das Schalten war Schwerstarbeit. Das Mistding habe ich wieder verkauft. Fazit: Stretcheinlagen sind ein absolutes muss!
Absolut bewährt haben sich die Michelin Pilot Power, auch das Hayabusafederbein hat bestens seine Arbeit unter mir, wenn auch ächzend und hustend, verrichtet.
Ein echtes Erlebnis war IDM-Fahrer Philipp Hafenegger auf seinen Trainingsturns zu beobachten, es ist eine andere Welt, in der die Profis fahren, sie hat einfach nichts mit der unseren zu tun.
Kurios war auch eine vorlaute Bande 12-Jähriger Hosenscheißer, die auf ihren 125ern, die sich wie Rasenmäher anhörten, alles in Grund und Boden fuhr was ihnen in die Quere kam. Ihr Speed beim Reinbremsen in- und Rausbeschleunigen aus den Kurven war einfach so hoch, dass die 1000er auf den Geraden keinen Boden mehr gut machen konnten.
Es ist auch viel geklaut worden, in der Nachbarbox ein Reifensatz direkt vor der Tür, einem anderen der Camcorder aus dem Auto, das direkt vor der Box stand, hatten wir bisher so auch noch nicht erlebt.
Es gab an zwei Tagen je ein spannendes Rennen über 7 Runden.
Der Kurs am Lausitzring ist nicht einfach, viele mögen ihn nicht, ich wurde auch nie wirklich warm damit, aber das muss jeder für sich selbst ausprobieren.
Wären die Stürze nicht passiert wäre es eine tolle Veranstaltung geworden. Zum Veranstalter motorradrenntraining.de gab es noch abschließend etwas zu berichten.
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