| Mit Atombomben zum Saturn |
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Freitag, 27. Oktober 2006 (724 mal gelesen) Ende der 50er Jahre ersannen amerikanische Wissenschaftler im Rahmen des beginnenden Wetkampfs mit der Sowjetunion um die Eroberung des Weltraums das Projekt Orion, ein mehrere Tausend Tonnen wiegendes Raumschiff. Das besondere daran war der Antrieb: Atombomben.
Das Raumschiff sollte an der Antriebsseite eine gewaltige Metallplatte haben, über noch gewaltigere Stoßdempfär mit dem Rest des Schiffes verbunden. Aus einem Loch in der Mitte der Platte sollten in schneller Folge kleine Atombomben ausgespuckt und gezündet werden, der Explosionsdruck sollte über Platte und Stoßdämpfer das Schiff so beschleunigen, dass Ziele wie Mars und Saturn bis 1970 ernsthaft anvisiert wurden. ![]() Orion Aber mit den Details kamen auch die Probleme hoch. Wie befördert man z.B. die Bomben hinter die Mitte der Platte, seitlich oder durch ein Loch? Das Loch müsste kurz vor der Zündung blitzschnell verschlossen werden, in der Startphase mehrere Male pro Sekunde. Was wenn der Mechanismus versagt oder eine Bombe festklemmt und im Raumschif detoniert? Kommt die Schubplatte mit der Hitze von tausenden Bomben überhaupt klar? Und die in der Atmosphäre beim Start hinterlassene Radioaktivität drang langsam aber sicher auch ins Bewußtsein der Planer. Irgendwann zog die Politik einen Schlußstrich unter dieses überteuerte und unsichere Projekt, welches aus heutiger Sicht bestenfalls als naiv eingestuft werden kann.
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